Vor drei Jahren habe ich mich auf den Weg gemacht, community-basierte Initiativen zu erkunden, um zu zeigen, wie soziale Innovation aus der Gesellschaft heraus entstehen kann. Anfang 2025 ist das Buch dazu erschienen. Dieses Projekt hat mir deutlicher denn je vor Augen geführt, wie sehr wir uns nach Wir-Momenten sehnen. Und wie viel möglich wird, wenn Menschen zusammen die Welt gestalten.
Alles begann mit ein paar Notizen auf einem leeren Blatt und meinen Erlebnissen im Effinger Coworking Space. Ich fragte mich, wie wir als Gesellschaft den vielfältigen Herausforderungen begegnen wollen – Klima, Bildung, Gesundheit, Wohnen. Noch immer bin ich überzeugt, dass wir diese nur transdisziplinär und gemeinschaftlich lösen können. Mit dem Buch wollte ich Menschen ermutigen, Inseln der Begegnung und Co-Kreation zu schaffen und ihnen einen Werkzeugkoffer an die Hand geben, damit gemeinschaftliche Gestaltung besser gelingt.
Während eines Jahres besuchte ich verschiedene Communities und führte Interviews. Aus diesem Material entstand ein Skript, den ich mit Bezügen aus Organisationsforschung, Nutzungsforschung und Psychologie anreicherte. Über einen Newsletter nahm ich Menschen von Anfang an auf die Buchreise. Rückmeldungen aus Probelesen schärften den Inhalt und halfen mir, zentrale Gedanken klarer zu fassen.
Von Bern der Aare nach – bis Zürich, Luzern und zurück
Die Veröffentlichung begann im Februar 2025 mit der Vernissage. Danach führte mich die Tour – passend zur Geschichte im Buch – entlang des beschriebenen Spaziergangs. Ich besuchte Community-Initiativen und dritte Orte wie Coworking Spaces, Bibliotheken und lebendige Wohnquartiere – Orte, an denen Menschen zusammenkommen, arbeiten, lernen und gemeinsam Zukunft gestalten.
Vor Ort kamen wir in offenen Gesprächsrunden zusammen, stellten Fragen, hörten einander zu und sammelten neue Perspektiven. Über Bern hinaus machte ich Halt im Innovation Space Hirschengraben in Luzern, im Tessinerplatz in Zürich, im Zoffice in Zofingen und weiteren Orten.
Sind wir zufrieden, wie die Dinge in unserer Gesellschaft laufen? Ist das das Leben, das wir uns wünschen? Ginge es vielleicht auch ganz anders?
Buchpassage
Reaktionen auf das Buch
Andreas Krafft, Wissenschaftler und Mitinitiator des Hoffnungsbarometers, schrieb: «Ein wunderbares Werk! Dieses Buch leistet einen wertvollen Beitrag in unserer Gesellschaft. Die Beispiele darin haben mich begeistert.» Die NGO-Expertin Merve Rugenstein Itona meinte: «Was für ein Genuss – von der ersten bis zur letzten Seite! I love love love it.»
Solche Rückmeldungen haben mich sehr bewegt. Menschen aus Community-Arbeit, Wissenschaft, Journalismus und Aktivismus beschrieben das Buch als inspirierend und perspektivenöffnend. Sie zeigten mir, dass die Geschichte auf Resonanz stösst.
Ich war zudem in Podcasts und an öffentlichen Veranstaltungen zu Gast. Am meisten bedeuten mir jedoch die kleineren Treffen, wie die Finissage im Zehendi. Dort kamen nochmals jene Menschen zusammen, die mich während der gesamten Buchentwicklung begleitet haben.
Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern, baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen.
Buckminster Fuller
Was bleibt – und worauf ich mich freue
Diana Leafe Christian schreibt: «Heute sehnen wir uns vermehrt nach Zugehörigkeit und gegenseitiger Unterstützung.» Community-Projekte schlagen Brücken zwischen Lebenswelten – zwischen Kunst und Wirtschaft, Bildung und Politik, Jung und Alt, Stadt und Land. In einer ausdifferenzierten Gesellschaft brauchen wir Wege, um wieder zusammenzufinden und Schutzräume für soziale Innovation zu schaffen.
Dass ein ganzes Dorf am Buch mitgewirkt hat, spüre ich bis heute. Viele Menschen haben mitgedacht, geteilt, kritisiert, korrigiert, inspiriert und ermutigt. Die Erfahrungen der Pionierinnen, Organisationstheoretiker und Community-Betreiberinnen haben dieses Buch erst möglich gemacht.
Community entfaltet sich dort, wo Menschen neue Ideen entwickeln oder Projekte anstossen. Das Buch liefert keine fertigen Antworten. Aber es lädt dazu ein, Inseln zu schaffen, in denen Menschen aufeinandertreffen und Lösungen für die Zukunft entwickeln. Davon braucht es noch viel mehr!
Von Herzen ein grosses Dankeschön an alle, die mich während dieses Projekts begleitet haben.
Euer Herr Bürli
In der Kollaboration entsteht etwas, das grösser ist als eine einzelne Person. Es wird etwas Neues geschaffen. Beziehungen werden ausgelotet und verhandelt.
Buchpassage